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# Sicherheits-Dashboard von Remote Desktop Manager

Das Sicherheits-Dashboard ist ein Werkzeug, das Hinweise dazu gibt, wie die Sicherheit der Remote Desktop Manager-Plattform verbessert werden kann, sowie Tipps zur Reduzierung des Arbeitsaufwands für Administratoren. Einige Tipps sind gängige Best Practices der Informationssicherheit, andere entsprechen einem Konsens unserer eigenen Teams.

Die Bewertungen sind zugegebenermaßen diskutabel und wir behaupten nicht, dass jedes Thema für alle Mitglieder unserer Community denselben relativen Wert hat. 100 % zu erreichen ist sicherlich kein Selbstzweck; wir möchten lediglich das Bewusstsein schärfen und Ideen für Ihre eigene Sicherheitshärtung liefern.

### Verbesserungsmaßnahmen

#### Es sollte eine Standard-Passwortrichtlinie konfiguriert werden

Passwortrichtlinien legen Anforderungen für Passwörter fest, die mit den Passwortgeneratoren erstellt werden.

**Minderung**

Wählen Sie in ***Administration*** – ***Passwortrichtlinien*** die Option ***Hinzufügen***, um eine Passwortrichtlinie zu erstellen. Anschließend kann die Standard-Passwortrichtlinie in ***Administration*** – ***Systemeinstellungen*** – ***Passwortrichtlinie*** ausgewählt werden.

***

#### Es sollte ein Sicherheitsanbieter verwendet werden

Standardmäßig sind Passwörter im Ruhezustand nicht geschützt. Wenn ein Sicherheitsanbieter konfiguriert ist, werden sensible Daten in einer Datenquelle verschlüsselt.

**Minderung**

Sicherheitsanbieter werden in ***Administration*** – ***Sicherheitsanbieter*** konfiguriert.

***

#### Mit der Datenquelle sollte ein Hauptschlüssel verwendet werden

Die Verwendung eines Hauptschlüssels verschlüsselt sensible Inhalte von XML-basierten Datenquellendateien.

**Minderung**

Der Hauptschlüssel kann unter ***Datei*** – ***Hauptschlüssel ändern*** festgelegt werden.

***

#### Es sollte eine minimale Client-Version konfiguriert werden

Das Festlegen einer minimalen Remote Desktop Manager-Version wird empfohlen, um sicherzustellen, dass Clients aktuell sind und über die neuesten Sicherheitsfunktionen verfügen.

***

#### Konfigurationsdateien sollten mit einem Anwendungspasswort verschlüsselt werden

Das Anwendungspasswort sollte verwendet werden, um sensible Informationen in Remote Desktop Manager-Konfigurationsdateien zu verschlüsseln.

**Minderung**

Wählen Sie in ***Datei*** – ***Einstellungen*** – ***Sicherheit*** – ***Anwendungssicherheit (lokal)*** die Option ***Anwendungspasswort verwenden*** und aktivieren Sie ***Lokale Dateien mit dem Anwendungspasswort verschlüsseln***.

***

#### Für die Verbindung zur Datenquelle sollte HTTPS verwendet werden

HTTPS wird verwendet, um die Kommunikation zwischen dem Client und dem Server, der die Datenquelle hostet, zu schützen. Datenverkehr über HTTP ist unverschlüsselt und kann von einem böswilligen Dritten abgefangen und manipuliert werden.

**Minderung**

Konfigurieren Sie ein TLS-Zertifikat auf dem Server und legen Sie die Datenquellen-URL so fest, dass sie mit **https\://** beginnt. Siehe [Configure SSL](https://docs.devolutions.net/server/de/knowledge-base/how-to-articles/configure-ssl).

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#### Die Legacy-Sicherheit sollte deaktiviert werden

Die Legacy-Sicherheit ist veraltet und wird ab Version 2023.3 von Remote Desktop Manager vollständig entfernt.

**Minderung**

Deaktivieren Sie in ***Administration*** – ***Systemeinstellungen – Tresorverwaltung – Sicherheitseinstellungen – Sicherheit*** die Option ***Legacy-Sicherheit verwenden***. Siehe [Disable legacy security in Remote Desktop Manager](/rdm/de/knowledge-base/how-to-articles/disable-legacy-security-in-remote-desktop-manager.md).

***

#### Multifaktor-Authentifizierung (MFA) sollte erzwungen werden

Die Multifaktor-Authentifizierung (MFA) erfordert ein zusätzliches Authentifizierungsmittel bei der Verbindung mit einer Datenquelle. Diese Kontrolle verhindert den Missbrauch von kompromittierten, geleakten oder schwachen Passwörtern. Die Software kann so konfiguriert werden, dass MFA-Anforderungen für alle Benutzer erzwungen werden.

**Minderung**

Aktivieren Sie in ***Administration*** – ***Systemeinstellungen*** – ***Sicherheitseinstellungen*** die Option ***2-Faktor-Konfiguration der Datenquelle erzwingen***.

***

#### Der Offline-Modus sollte deaktiviert werden

Standardmäßig ist der Offline-Modus aktiviert und erlaubt Remote Desktop Manager, in Einträgen gespeicherte Anmeldeinformationen automatisch auf dem Client-System zwischenzuspeichern. Diese Funktion sollte in Umgebungen mit hohen Sicherheitsanforderungen deaktiviert werden, um eine unnötige Offenlegung sensibler Daten zu vermeiden.

***

#### Für benutzerdefinierte Benutzer sollte der Passwortablauf aktiviert werden

Einige Sicherheitsstandards verlangen, dass Passwörter in regelmäßigen Abständen geändert werden. PCI DSS 4.0 verlangt, dass Passwörter alle 90 Tage geändert werden, wenn das Passwort der einzige Authentifizierungsfaktor ist.

**Minderung**

Der Passwortablauf kann in ***Administration*** – ***Systemeinstellungen*** – ***Sicherheitseinstellungen*** – ***Passwortablauf für benutzerdefinierte Benutzer (Tage)*** konfiguriert werden.

***

#### Riskante Ereignisse sollten deaktiviert werden oder eine Warnung erzeugen

Eintragsereignisse können mächtige Aktionen ausführen, etwa das Starten eines externen Programms oder Skripts beim Öffnen eines Eintrags. Diese Ereignisse stellen ein Risiko dar, wenn sie von einem böswilligen Akteur verändert werden, und können deaktiviert werden, wenn sie nicht benötigt werden. Alternativ kann Remote Desktop Manager so konfiguriert werden, dass eine Warnung angezeigt wird, wenn ein solches Ereignis ausgeführt werden soll.

**Minderung**

Setzen Sie in ***Administration*** – ***Systemeinstellungen*** – ***Sicherheit*** die Option ***Sitzungsereignisse*** auf ***Bei riskanten Ereignissen warnen***, ***Riskante Ereignisse deaktivieren*** oder ***Alle Ereignisse deaktivieren***.

***

#### SMS sollte nicht für die Multifaktor-Authentifizierung verwendet werden

SMS wird für 2FA nicht empfohlen. Stattdessen sollte ein stärkerer Mechanismus auf Basis einer Authenticator-Anwendung oder eines physischen Sicherheitsschlüssels verwendet werden.

***

#### SQL-Verbindungen sollten TLS verwenden

TLS schützt die Kommunikation zwischen Remote Desktop Manager und der SQL Server-Instanz.

**Minderung**

Konfigurieren Sie SQL Server so, dass TLS-Verbindungen unterstützt werden, und fügen Sie **encrypt=true** zur SQL Server-Verbindung hinzu.

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#### Die Datenquellen-Passwortvariable sollte deaktiviert werden

Wenn diese Option aktiviert ist, wird die Variable `DATA_SOURCE_PASSWORD` in das Datenquellen-Passwort aufgelöst. Diese Option sollte deaktiviert werden, wenn sie nicht benötigt wird.

**Minderung**

Deaktivieren Sie in ***Administration – Systemeinstellungen – Passwortrichtlinie*** die Option ***Datenquellen-Passwortvariable zulassen***.

***

#### Der Passwortstärke-Analysator sollte zxcvbn verwenden

Zxcvbn wird gegenüber dem älteren Passwortstärke-Analysator empfohlen, da es zuverlässiger ist.

**Minderung**

Setzen Sie in ***Administration – Systemeinstellungen – Passwortrichtlinie*** die Option ***Passwortstärke-Rechner*** auf ***Zxcvbn***.

***

#### Die TLS-Zertifikatsvalidierung sollte aktiviert werden

Das Validieren von Zertifikaten stellt sicher, dass die Verbindung mit der beabsichtigten Gegenstelle aufgebaut wird, und schützt vor Angriffen zum Abfangen von Daten.

**Minderung**

Deaktivieren Sie in ***Datei – Einstellungen – Sicherheit – Zertifikatssicherheit*** die Option ***Anwendungszertifikatsfehler ignorieren***.

***

#### Transparent Data Encryption (TDE) sollte mit SQL Server verwendet werden

Transparent Data Encryption verschlüsselt die Datenbankdaten im Ruhezustand, was Risiken bei Diebstahl physischer Laufwerke oder Backup-Bänder mindert.

***

#### Aktivitäten im Benutzer-Tresor sollten protokolliert werden

Aktivitätsprotokolle des Benutzer-Tresors können bei der Reaktion auf Vorfälle zusätzliche Informationen liefern.

**Minderung**

Aktivieren Sie in ***Administration – Systemeinstellungen – Benutzer-Tresor*** die Option ***Aktivitäten im Benutzer-Tresor protokollieren***.

***

#### Tresore sollten standardmäßig mit eingeschränkten Berechtigungen erstellt werden

Es ist vorzuziehen, Benutzern Rechte nach Bedarf zu erteilen. Wenn diese Option aktiviert ist, werden Tresore mit einem eingeschränkteren Berechtigungssatz erstellt.

**Minderung**

Aktivieren Sie in ***Administration*** – ***Systemeinstellungen*** – ***Sicherheit*** die Option ***Tresore standardmäßig mit eingeschränktem Zugriff erstellen***.

***

#### Warnungen für nicht vertrauenswürdige RDP-Verbindungen sollten aktiviert werden

Wenn ein unbekanntes Zertifikat vorgelegt wird, sollte der RDP-Client so konfiguriert sein, dass er entweder eine Warnung anzeigt (***Warnen***) oder die Verbindung abbricht (***Nicht verbinden***).

**Minderung**

Setzen Sie in ***Datei*** – ***Einstellungen*** – ***Typen*** – ***Remote-Desktop*** die ***Authentifizierungsebene*** auf ***Warnen*** oder ***Nicht verbinden***.

***

#### Die Zip-Verschlüsselung sollte den AES-Modus verwenden

Der ZipCrypto-Algorithmus gilt als unsicher, stattdessen sollte AES verwendet werden. Er ist anfällig für Known-Plaintext-Angriffe, die es ermöglichen, den Inhalt des Archivs ohne Kenntnis des Passworts wiederherzustellen (siehe [Why You Should Never Use the NativeZip Crypto in Windows](https://blog.devolutions.net/2020/08/why-you-should-never-use-zipcrypto/) für Details zu diesem Angriff).

**Minderung**

Deaktivieren Sie in ***Datei – Einstellungen – Erweitert*** die Option ***ZipCrypto-Komprimierung verwenden (nicht empfohlen)***.

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#### Siehe auch

* [Devolutions Blog - Spotlight on: Remote Desktop Manager security dashboard](https://blog.devolutions.net/2024/11/spotlight-on-remote-desktop-manager-security-dashboard/)


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